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		<author>1206862456</author>
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		<pubDate>2011-06-08 10:50:07</pubDate>
	<content><![CDATA[<p>
	<span style="font-size: 28px;"><a name="Anfang_Regenwälder"></a>Regenw&auml;lder</span></p>
<p>
	&nbsp;</p>
<ul>
	<li>
		<a href="#Schutz der Regenwälder"><strong>Brasilianische Ma&szlig;nahmen zum Schutz der Regenw&auml;lder</strong></a></li>
</ul>
<ul>
	<li>
		<a href="#Senkung Abholzungsrate"><strong>Brasilianische Ma&szlig;nahmen zur Senkung der Abholzungsrate </strong></a></li>
</ul>
<p>
	<span style="font-size: 28px;"><u>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </u></span></p>
<p>
	<span style="font-size: 28px;"><a name="Schutz der Regenwälder"></a>B</span><strong>rasilianische Ma&szlig;nahmen zum Schutz der Regenw&auml;lder</strong></p>
<p>
	Die brasilianischen Ma&szlig;nahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Regenw&auml;lder haben weltweit Beachtung erlangt. Das <a href="http://www.mma.gov.br/sitio/index.php?ido=conteudo.monta&amp;idEstrutura=5" target="_blank">Brasilianische Waldschutzprogramm</a> (<em>Programa Nacional de Florestas, PNF</em>) wurde durch das <a href="http://www.planalto.gov.br/ccivil_03/decreto/D3420.htm" target="_blank">Dekret 3.420/00</a> ins Leben gerufen und soll Ma&szlig;nahmen f&ouml;rdern, mit denen der Schutz und die nachhaltige Nutzung der W&auml;lder sichergestellt und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der dort lebenden Menschen unterst&uuml;tzt werden. Durch dieses Dekret wurde auch die CONAFLOR-Kommission gegr&uuml;ndet, in der Vertreter aus Regierung, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft die Umsetzung des PNF &uuml;berwachen.</p>
<p>
	W&auml;hrend der ersten Phase des <a href="http://www.planalto.gov.br/casacivil/desmat.pdf" target="_blank">PPCDAM</a> wurden zudem etwa 20 Mio. Hektar Naturschutzgebiete und 10 Mio. Hektar Gebiete f&uuml;r die indigene Bev&ouml;lkerung eingerichtet. Dar&uuml;ber hinaus wurden etwa 66.000 gef&auml;lschte Besitzurkunden in Amazonien aus den Grundb&uuml;chern gestrichen und Hunderte Eins&auml;tze der Umweltschutzbeh&ouml;rde <a href="http://www.ibama.gov.br/" target="_blank">IBAMA</a> und der Bundespolizei durchgef&uuml;hrt. Das hatte es in der brasilianischen Geschichte zuvor noch nie gegeben. Netzwerke der Holzmafia konnten so ausgehoben und Regierungsangestellte, die in illegale Gesch&auml;fte verwickelt waren, dingfest gemacht werden. Zu alledem kommt hinzu, dass die Fl&auml;che nachhaltig bewirtschafteter und zertifizierter Waldgebiete von 300.000 auf 3 Mio. Hektar ausgeweitet, das Waldschutzgebiet BR163 geschaffen und ein landesweites Kataster f&uuml;r &ouml;ffentliche Waldfl&auml;chen von &uuml;ber 193 Mio. Hektar angelegt wurde.</p>
<p>
	Die Regierung unterst&uuml;tzt zudem nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden in Amazonien und den Regionen der K&uuml;stenw&auml;lder Mata Atl&acirc;ntica. Hervorzuheben sind insbesondere diverse Teilprogramme des PPG-7, darunter a) <a href="http://www.mma.gov.br/sitio/index.php?ido=conteudo.monta&amp;idEstrutura=51" target="_blank"><em>Subprograma de Projetos Demonstrativos </em></a>(PDA); b) <a href="http://www.mma.gov.br/sitio/index.php?ido=conteudo.monta&amp;idEstrutura=24" target="_blank"><em>Projetos Demonstrativos dos Povos Ind&iacute;genas </em></a>(PDPI); c) <em>Projeto de Apoio ao Manejo Florestal Sustent&aacute;vel na Amaz&ocirc;nia </em>(PROMANEJO); c) <em>Projeto de Mobiliza&ccedil;&atilde;o e Capacita&ccedil;&atilde;o em Preven&ccedil;&atilde;o de Inc&ecirc;ndios Florestais </em>(PROTEGER II); d) <a href="http://lba.inpa.gov.br/conferencia/apresentacoes/resumos/91.html" target="_blank"><em>Projeto Manejo dos Recursos Naturais da V&aacute;rzea </em></a>(PROV&Aacute;RZEA); e) <a href="http://www.ibama.gov.br/resex/resex.htm" target="_blank"><em>Projeto Reservas Extrativistas </em></a>(RESEX II); f) <em>Subprograma de Pol&iacute;ticas e Recursos Naturais </em>(SPRN); g) <em>Projeto Fortalecimento Institucional da Rede Grupo de Trabalho Amaz&ocirc;nico </em>(GTA); h) <em>Projeto de Apoio Institucional &agrave; Rede de ONGs da Mata Atl&acirc;ntica </em>(RMA); sowie i) <em>Subprograma de Ci&ecirc;ncia e Tecnologia </em>(SPC&amp;T).</p>
<p>
	Ganz besonders sei auf das <a href="http://www.planalto.gov.br/ccivil_03/_ato2004-2006/2006/lei/l11284.htm" target="_blank">Waldbewirtschaftungsgesetz</a> (<em>Lei de Gest&atilde;o de Florestas P&uacute;blicas, </em>Nr. 11.284/06) verwiesen, mit dem im Ausschreibungsverfahren Waldfl&auml;chen zur gemeinschaftlichen Nutzung freigegeben werden k&ouml;nnen. Zudem stehen F&ouml;rderkredite (<em>Popflora, Pronaf Florestal </em>u.a.) sowie Ma&szlig;nahmen zur technischen Beratung und Fortbildung zur Verf&uuml;gung, darunter die Einrichtung des Weiterbildungszentrums CENAFLOR.</p>
<p>
	Das erste Waldgebiet, f&uuml;r das eine Konzession zur nachhaltigen Bewirtschaftung vergeben wurde, liegt in Jamari im Bundesstaat Roraima. Das gesamte Naturschutzgebiet dort umfasst 220.000 Hektar, von denen 98.000 im Zuge von Ausschreibungen bewirtschaftet werden k&ouml;nnen. Das entsprechende Ausschreibungsverfahren ber&uuml;cksichtigte vier Gruppen von Kriterien: Mehrwert f&uuml;r die Gesellschaft, Minderbelastung der Umwelt, Effizienzsteigerung und Wertsch&ouml;pfung vor Ort. Der Gewinner des Verfahrens erh&auml;lt eine Konzession &uuml;ber 40 Jahre und verpflichtet sich, die Gebiete zu sch&uuml;tzen und Produkte wie Holz, &Ouml;l, Samen, Harze u.v.a.m. ausschlie&szlig;lich unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit zu gewinnen. Daneben k&ouml;nnen auch &Ouml;kotourismus und Abenteuersportarten angeboten werden.</p>
<p>
	Eine der Leitlinien bei der Ausarbeitung des Waldbewirtschaftungsgesetz war die Achtung des Rechts der lokalen Bev&ouml;lkerung und der lokalen Gemeinden auf Zugang zu den &ouml;ffentlichen W&auml;ldern und zu dem Nutzen, der sich aus seiner Nutzung und Bewahrung ergibt. So wurde den Bewohnern in konzessionierten Gebieten rechtlich zugesichert, dass sie dort auch weiterhin die traditionellen Naturprodukte gewinnen k&ouml;nnen. Ein Konzession&auml;r muss der Bev&ouml;lkerung also auch weiterhin Zugang zu den entsprechenden Gebieten gew&auml;hrleisten, damit diese dort ihrer traditionellen Besch&auml;ftigung nachgehen kann. Im Gegenzug m&uuml;ssen sich die Bewohner dazu verpflichten, bestimmte Regeln bez&uuml;glich des Zugangs und der Sicherheit der Arbeiter einzuhalten.</p>
<p>
	Wann immer zudem Siedlungen in der n&auml;heren Umgebung der Konzessionsgebiete existieren, werden Hilfen bei der Bewirtschaftung der W&auml;lder angeboten. Zu diesem Zweck wird ein Teil der Erl&ouml;se aus der Konzessionsvergabe dem Fonds f&uuml;r die Entwicklung des Waldes zugef&uuml;hrt, aus dem insbesondere unterst&uuml;tzende Ma&szlig;nahmen bei Ausbildung, technischer Hilfe und Forschung finanziert werden. Laut Kataster f&uuml;r &ouml;ffentliche Waldfl&auml;chen werden 62% dieser W&auml;lder von Gemeinschaften oder Familien bewohnt oder genutzt.</p>
<p>
	Durch das Waldbewirtschaftungsgesetz wurde auch die <a href="http://www.mma.gov.br/index.php?ido=conteudo.monta&amp;idEstrutura=95&amp;idMenu=3800" target="_blank">Kommission f&uuml;r die Verwaltung der &ouml;ffentlichen W&auml;lder</a> (<em>Comiss&atilde;o de Gest&atilde;o de Florestas P&uacute;blicas, CGFLOP</em>) eingesetzt. Sie ist beratend f&uuml;r die brasilianische Waldbeh&ouml;rde SFB t&auml;tig und setzt sich aus Vertretern von Regierung, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft zusammen. Zu ihren Aufgaben z&auml;hlen insbesondere Beratung, Bewertung und Ausarbeitung von Richtlinien zur Verwaltung der &ouml;ffentlichen W&auml;lder in Brasilien.</p>
<p>
	Schlie&szlig;lich ist noch der Plan zur Nachhaltigen Entwicklung Amazoniens (<em>Plano Amaz&ocirc;nica Sustent&aacute;vel, PAS</em>) zu erw&auml;hnen, der im Mai 2008 vorgestellt wurde. Ziel des Plans ist es, unter Ber&uuml;cksichtigung der &ouml;kologischen und sozio&ouml;konomischen Vielfalt Amazoniens die nachhaltige Entwicklung der Region zu f&ouml;rdern. Dabei soll das nat&uuml;rliche Erbe eine neue Wertsch&auml;tzung erfahren und Investitionen in Infrastruktur und Technologie eingeworben und damit Arbeitspl&auml;tze und Einkommen geschaffen werden.</p>
<p>
	Das PAS gliedert sich in f&uuml;nf Themenbereiche: a) F&ouml;rderung der Raumordnung in Amazonien zur Bek&auml;mpfung von illegaler Rodung und Abbrennen &ouml;ffentlicher Fl&auml;chen; b) F&ouml;rderung nachhaltiger &ouml;konomischer Aktivit&auml;ten durch technische Innovation, Steigerung der Wertsch&ouml;pfung und Wertsch&auml;tzung von Biodiversit&auml;t und dem entsprechenden traditionellen Wissen; c) Planung, Umsetzung und Unterhaltung von Infrastrukturprojekten in den Bereichen Energie, Verkehr und Kommunikation bei gleichzeitiger Reduzierung negativer Auswirkungen auf die Region; d) St&auml;rkung der sozialen Inklusion und der B&uuml;rgerrechte; e) Entwicklung eines neuen Finanzierungsmodells f&uuml;r Amazonien zum Abbau sozialer und regionaler Ungleichheiten, zur Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen und Einkommen sowie zur nachhaltigen Nutzung nat&uuml;rlicher Ressourcen.</p>
<p>
	All diese Beispiele zeigen, welche Anstrengungen Brasilien unternimmt, um den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wert des intakten Regenwalds zu steigern. Die langfristig angelegten, strukturierten und eben nicht allein auf Notf&auml;lle ausgerichteten Ma&szlig;nahmen stellen den einzigen Weg dar, um die Abholzung in Amazonien auch weiterhin zu reduzieren.</p>
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	<a href="#Anfang_Regenwälder">Seitenanfang</a></p>
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	&nbsp;</p>
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	<strong><a name="Senkung Abholzungsrate"></a>Brasilianische Ma&szlig;nahmen zur Senkung der Abholzungsrate</strong></p>
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	&nbsp;</p>
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	Brasilien zeichnet sich durch Ma&szlig;nahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Bewirtschaftung seiner Regenw&auml;lder aus. Der Erfolg dieser Regierungsma&szlig;nahmen zeigt sich an der stetig sinkenden Abholzungsrate im Amazonasgebiet. Das <a href="http://www.obt.inpe.br/prodes/" target="_blank">Projekt zur &Uuml;berwachung der Abholzung im Bundesstaat Amazonien</a> (PRODES) des <a href="http://www.inpe.br/" target="_blank">brasilianischen Raumforschungsinstituts</a> (INPE), bei dem seit 1988 jedes Jahr 4 Millionen km&sup2; systematisch kontrolliert werden, ist weltweit das gr&ouml;&szlig;te Programm seiner Art und weist auf ein kontinuierliches Absinken der Abholzungsrate im Amazonasgebiet hin, seit im M&auml;rz 2004 mit der Umsetzung des von 13 Ministerien mitgetragenen <a href="http://www.planalto.gov.br/casacivil/desmat.pdf" target="_blank">Aktionsplans zum Schutz und &Uuml;berwachung der Abholzung im Amazonasgebiet</a> (PPCDAM) begonnen wurde.</p>
<p>
	Den <a href="http://www.obt.inpe.br/prodes/" target="_blank">PRODES</a>-Angaben zufolge ist die Abholzung in Brasilien von 27.772 km2 zwischen 2003 und 2004 auf 12.091 km&sup2; im Zeitraum zwischen 2007 und 2008 gesunken. Dies entspricht ann&auml;hernd dem Wert aus dem Jahre 1991 (11.030 km&sup2;), der gleichzeitig den niedrigsten Stand in der Region seit Beginn der j&auml;hrlichen Messungen im Jahre 1988 darstellt.</p>
<p>
	Zwischen 2004 und 2009 ist die illegale Abholzung um 53% gesunken beziehungsweise von 27.000 km&sup2; auf 7.400 km&sup2; gefallen.</p>
<p>
	Man geht f&uuml;r den Zeitraum 2009 bis 2010 von einer j&auml;hrlichen Abholzungsrate von 6.541 km&sup2; aus. Dies l&auml;ge unter der Zielvorgabe von 9.000 km&sup2; aus dem Nationalen Plan zur Bek&auml;mpfung des Klimawandels und entspr&auml;che gleichzeitig der niedrigsten Rate seit Beginn der PRODES Messungen. 2009 verlor das Amazonasgebiet eine Waldfl&auml;che von 7.464 km2. Nach dem H&ouml;chststand der Abholzung mit einer Fl&auml;che von 27.772 km&sup2; im Jahr 2004 stand dieser Wert damit mit der vom <a href="http://www.inpe.br/" target="_blank">INPE</a> seit 2005 festgestellten Tendenz einer sinkenden Abholzungsrate im Einklang.</p>
<table border="1" cellpadding="1" cellspacing="1" style="width: 100%;">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				<div>
					<p>
						<strong>Welchen Einfluss hat die Abholzung des Amazonasgebietes auf die globale CO2 Bilanz?</strong></p>
					<p>
						<strong>Brasilien (1990er): 22.000 </strong><strong>km&sup2;</strong><strong>im Durchschnitt &ndash; circa 8% der Emissionen</strong></p>
					<p>
						<strong>Brasilien (2005-2010 Sch&auml;tzung): 12.000 </strong><strong>km&sup2;</strong><strong>&ndash; weniger als 5% der Emissionen</strong></p>
				</div>
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>
<p>
	<a href="#Anfang_Regenwälder">Seitenanfang</a></p>
<p>
	<span style="font-size: 9px;"><strong>[Quelle: Brasilianisches Ministerium f&uuml;r Ausw&auml;rtige Angelegenheiten] </strong></span></p>
]]></content></component>
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